Augenübungen gegen Kurzsichtigkeit

Das Wichtigste für ein erfolgreiches Augentraining ist die Entspannung. Das gilt nicht nur während den Übungen, sondern überall. Egal ob im Büro, zu Hause oder beim Sport. Sie können jederzeit überprüfen, ob Ihre Augenmuskulatur entspannt ist. Besonders vor den Übungen ist das besonders wichtig. Nun möchte ich Ihnen detailliert darlegen, wie Sie Ihre Augenmuskeln entspannen können.

Rund um unseren Augapfel gibt es zahlreiche Muskeln. Leider können wir diese Muskeln mit den Fingern nicht erreichen um zu wissen welcher welcher ist. Erstaunlicherweise reagieren diese viele Muskeln in unserem Gesicht, die nichts mit der Kontrolle unserer Augen zu tun haben. Diesen Aspekt nutzen wir für unser Training. Um Ihre Gesichtsmuskeln zu entspannen, genügt es nicht, das Gesicht nicht zu bewegen oder nicht anzuspannen. Vollständige Entspannung ist notwendig. Beginnen Sie dazu mit dem Unterkiefer. Lassen Sie ihn ganz entspannt herunterhängen. Machen Sie sich keine Gedanken, dass das vielleicht blöd aussieht, es kann Sie niemand sehen.

Fühlen Sie bereits, wie sich Ihr Gesicht etwas entspannter anfühlt? Entspannen Sie nun Lippen und Wangen. Achten Sie auf Ihren Atem, versuchen Sie trotz der Konzentration auf das Augentraining immer entspannt weiterzuatmen. Ebenso stellen Sie sicher, dass Ihr Nacken entspannt ist.

Wenn Sie derart entspannt sind, sind Sie bereit für die weiteren Übungen.

Augenübung gegen Weitsichtigkeit
Augenschnur

Die Augenübung mit der Augenschnur hilft besonders bei Weitsichtigkeit. Eine solche Schnur bekommt man in diversen Onlineshops für rund 10 Euro. Sie können Sie ganz leicht auch selber machen. Nehmen Sie einfach eine Schnur und befestigen Sie kleine, verschiedenfarbige Kügelchen oder ähnliche Objekte im Abstand von 10 cm an der Augenschnur.

Halten Sie das eine Ende an die Nasenspitze und befestigen Sie das andere ende auf gleicher Höhe, sodass die Schnur gut gespannt ist. An einem Fenstergriff lässt sich das sehr gut machen. Blicken Sie nun konzentriert 10 Sekunden lang auf das äusserste Kügelchen. Dadurch werden die Augenmuskeln angespannt. Nun konzentrieren Sie sich auf das nächste Kügelchen wieder 10 Sekunden. Sehen Sie dabei nur auf diesen Punkt und fixieren Sie ihn so gut Sie können. Nun zum nächsten Punkt, bis Sie beim Letzten angelangt sind. Dann ist es ganz wichtig, sich wieder auf das äusserste Kügelchen zu fixieren und die Übung einige Male zu wiederholen. So wechseln unsere Augenmuskeln zwischen Anspannung und Entspannung. So werden Sie trainiert.


Erste Übung: Augenmassage:

Bedecken Sie Ihre Nasenwurzel mit Mittelfinger und Daumen. Ihr Zeigefinger befindet sich zwischen Ihren Augenbrauen. Nun sollten Sie Ihre Nasenwurzel und Augenbrauen mit den drei Fingern in einer leicht kreisförmigen Bewegung massieren. Diese Übung sollten sie 20 oder 30 Sekunden lang durchführen und sie im Bedarfsfall wiederholen. Schließen Sie Ihre Augen. Dann bewegen Sie sie. Ändern Sie dann die Richtung und bewegen Sie sie vertikal von oben nach unten und anschließend horizontal von rechts nach links. Dann bewegen Sie Ihre Augäpfel wieder in alle zwei Richtungen diagonal. Machen Sie jede Übung fünfmal.

Zweite Übung: Daumenstarren:

Machen Sie je nach Anstrengung zwei Wiederholungen (z. B. je 15 Sekunden) mit einer 10-Sekunden-Pause zwischen den beiden.

Dritte Übung: Liegende Acht:

Dabei handelt es sich um ein Training, bei dem Sie die acht 20-mal zeichnen.

Vierte Übung: Palmieren:

Dabei haben Sie 30 Sekunden Zeit. Sie können sich Ihre eigenen Trainingseinheiten nach Ihren Wünschen zusammenstellen. Das Einzige, das wichtig ist, ist, dass Sie Ihre Augen nach jedem Training entspannen. Das Palmieren ist Teil der Bates-Methodik. Reiben Sie Ihre Handflächen Ihrer Hände solange zusammen, bis diese erwärmt sind. Legen Sie diese anschließend auf Ihre Augen, die geschlossen sind. Bedenken Sie, dass kein Licht zu Ihren Augen kommt. Das Gefühl der Entspannung können Sie verstärken, indem Sie in dieser Übung die schwarze Farbe visualisieren. Machen Sie diese Übung etwa 20 oder 30 Sekunden lang pro Einheit. Wiederholen Sie diese mehrere Male am Tag.

Fünfte Übung:

Gähnen und Blinzeln: Durch das Blinzeln der Augen befeuchten Sie Ihre Augen, weil Sie damit die Netzhaut mit der Tränenflüssigkeit in Kontakt bringen. Kräftiges Gähnen ist dazu in der Lage, Stress abzubauen, da die Sauerstoffversorgung eine Belebung der Zellen herbeiführt. Das Gähnen funktioniert natürlich nicht wie durch Knopfdruck. Es ist jedoch sinnvoll, es vorzugeben, um danach wirklich zu gähnen, da der Gedanke daran häufig zum Gähnen führt. Führen Sie diese Übung im Bedarfsfall wiederholt durch.

Sechste Übung: Fensterkreuz:

Hier konzentrieren Sie sich auf einen Fensterrahmen oder ein Fensterkreuz. Schauen Sie dann beim Finster hinaus. Führen Sie diesen Vorgang abwechselnd durch. Durch den wechselnden Blick auf das Kreuz des Fensters in der Nähe und Ferne bieten Sie Ihrem Auge ein Training. Damit stärken Sie die Schärfe des Sehens. Sie können diese Übung auch mit jedem Objekt ausführen, das es Ihnen ermöglicht, auf verschiedene Entfernungen zu fokussieren. Führen Sie das Training im Bedarfsfall wiederholt aus. Machen Sie das nur so lange, bis Ihre Augen ermüden.

Siebte Übung: Augenyoga:

Das Augenyoga ist ein ganzheitlicher Ansatz und kombiniert Konzentrationsübungen, Yoga-Techniken, die Vorstellungskraft sowie Entspannung und Ernährung. Ernährung konzentriert sich dabei nicht nur auf die Aufnahme von Vitamin A sowie E und Omega-3-Fettsäuren, sondern auch auf das Blattgemüse. Es beinhaltet Zeaxanthin- und Luteinfarbstoffe, die die Makula stärken. Sie  ist der Ort mit dem stärksten Sehvermögen. Kazuhiro Nakagawa, ein japanischer Augenarzt, welcher ein Buch über seine Methode schrieb, gilt als Spezialist für Augenyoga. Besonders wenn Sie sich in der Nähe des Bildschirms befinden, ziehen Sie den Ziliarmuskel an. Dadurch kommt es zur Verbiegung der Linse. Das Nahsehen erfordert eine ständige Fokussierung der Linse. Darüber hinaus beeinflusst es deren Elastizität. Dadurch tut sich der Ziliarmuskel schwer damit, mit der Zeit die Linse zu biegen.

Augentraining mit der Bates-Methode

Im Jahr 1919 bemerkte der Augenarzt Dr. William Bates, dass mit gezielten Übungen der Augenmuskulatur Kurzsichtigkeit gemildert und sogar geheilt werden kann. Sein Überlegungen basieren auf einer besonders starken Entspannung und erneuten Anspannung der Muskeln. Ähnlich wie dies beim Fitnesstraining geschieht. Zeit seines Lebens konnte Dr. Bates mit dieser Methode Tausenden Patienten helfen wieder klar zu sehen. Ohne Brille und Kontaktlinsen.

In den vergangenen 30 Jahren wurde die Bates Methode von verschiedenen Augenärzten und anderen Personen weiterentwickelt und verbessert. Sie wird weltweit gelehrt und angewendet. Die Übungen von Augen-Training.at basieren sehr stark auf der Bates-Methodn. Wir haben Übungen und Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen, z.B. aus der Traditionellen Chinesischen Medizin mit einfliessen lassen.

Für wen ist die Bates Methode geeignet?

Dr. Bates berichtete in verschiedenen Veröffentlichungen davon, dass das Augentraining sowohl bei Kurzsichtigkeit als auch bei Weitsichtigkeit sehr gute Erfolge verspricht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei Kurzsichtigkeit sehr viel rascher und stärker Verbesserungen bemerkbar werden. Dennoch können bei Weitsichtigkeit Erfolge erzielt werden.

Bei Kindern und heranwachsenden bis 21 Jahren können Erfolge besonders schnell und deutlich beobachtet werden.

Funktioniert die Bates-Methode wirklich?

Leider bestreiten zahlreiche Augenärzte die Wirksamkeit des Augentrainings noch immer. Wenn Sie im Internet etwas suchen, finden Sie sehr schnell zahlreiche Menschen, die von Erfolgen mit einem Augentraining berichtet. Natürlich darf sich niemand erwarten, dass -5.0 Dioptrien innerhalb von 3 Wochen verschwinden. Konsequentes Üben bringt erfolg und Sie werden Monat für Monat die Verbesserung sehen.

Grundlagen der Bates Methode

Dr. Bates hat herausgefunden, dass sich die Augenmuskeln extrem verkrampfen, wenn wir über lange Zeit Objekte in derselben Entfernung betrachten. Diesen Effekt können Sie auch feststellen, wenn Sie mit der Hand eine Faust machen und für einige Zeit halten. Genau dieser Effekt tritt bei langer konzentrierter Arbeit in unseren Augenmuskeln auf.

Bates-Methode

Gerade während der Bildschirmarbeit tritt das auf. Noch stärker ist der Krampf, wenn wir auf ein Smarphone starren, das wir in der Regel noch näher an die Augen halten.

Das Training von Dr. Bates baut darum auf regelmässige Entspannung der Augen. Eine der Übungen ist das Pallmieren. Empfehlenswert ist, diese kurze Übung 4 oder 5 Mal während eines Arbeitstages zu machen. Um noch schneller etwas gegen die Kurzsichtigkeit vorgehen zu können, reichen diese Augenübungen natürlich nicht aus. Es sind ganz spezielle Techniken wie Augen-Yoga erforderlich, wenn Sie tatsächlich nach 3-6 Monaten wieder ohne Brille sehen wollen.

Bates-Übung 2 - Mit dem Kopf schwingen

Für die zweite Übung müssen wir uns ganz gerade hinstellen. Fixieren Sie mit den Augen einen Punkt in etwa zwei Metern Entfernung. Bewegen Sie nun den Kopf rasch aber nicht ruckartig ganz nach links. Die Augen bleiben dabei aber immer auf den fixierten Punkt gerichtet. Nun drehen Sie den Kopf wieder in die Mitte und dann ganz nach rechts. Immer mit den Augen auf dem Punkt bleibend.

Wiederholen Sie diese Augenübung 10 Mal. Dabei werden die Augenmuskeln entspannt und Sie sind bereit für das nächste Element aus dem Augentraining.

Wie geht es weiter? Wenn Sie noch mehr Augenübungen lernen möchten, die Ihnen helfen Ihre Sehkraft schnell wieder zu verbessern, können Sie jetzt kostenlos das Augentraining herunterladen.

Egal für welchen Behandlungsansatz sie sich entscheiden, wichtig ist auf die Veränderung der Kurzsichtigkeit zu achten. Sonst kann es für ein Kind sehr schnell zu Problemen kommen. Beispielsweise, wenn es die Tafel in der Schule nicht mehr ablesen kann oder im Strassenverkehr. Sprechen Sie doch einfach einmal mit Ihrem Augenarzt über die Sehschule oder probieren sie das kostenlose Augentraining aus.

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